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Unser Schulkonzept

Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“

(Psalm 31, 9)

Der Begriff des Raumes zählt zu den Grundelementen unseres Verständnisses von Ausbildung an der Evangelischen Schule für Sozialwesen und zeigt sich sowohl in seiner manifesten Struktur als lichtes und helles Schulgebäude, als auch in dem Anspruch, jedem Schüler unter diesem gemeinsamen Dach einen persönlichen Raum zur fachbezogenen Entwicklung zum Sozialassistenten oder Erzieher zu ermöglichen. Dabei kann unsere Schule schon auf eine lange und ungebrochene Tradition der Heranbildung von pädagogischen Fachkräften verweisen, die durch eine Einheit von Ausbildungsinhalten und gelebter Schulkultur vor dem Hintergrund des christlichen Menschbildes gewährleistet wurde und wird. Aus dieser gelebten Tradition heraus spielen auch Räume religionspädagogischer Durchdringung in der Gestaltung einer Vielzahl von Lern- und Lebensbereichen eine ganz selbstverständliche Rolle und wirken zugleich kompetenzbildend auf die sich entwickelnde pädagogische Haltung der Schüler/innen.

Grundlegend verstehen wir Bildung als einen aktiven Aneignungsprozess der Wissenskonstruktion und Persönlichkeitswerdung. Dabei entwickeln sich bei den Schülern in zunehmendem Maße Eigenständigkeit und Eigenverantwortung im Lernen sowie Dialogität und Wertschätzung im Umgang mit anderen Menschen, die als Basisqualifikationen Raum für die Herausbildung von Fachlichkeit geben und in den Begriffen gewachsener Selbst- und Sozialkompetenz wiederzufinden sind.

Aufbauend auf das in der Ausbildung reifende religionspädagogisch und sozial fundierte, persönliche Wachstum der Auszubildenden, setzen sich die Auszubildenden in enger Theorie-Praxis-Verzahnung gleichermaßen mit fachspezifischen Inhalten auseinander. Raum hierzu bilden die durch Lehrpläne gerahmten und in Lernfeldern strukturieren Unterrichtsinhalte, deren didaktische Umsetzung den einzelnen Schüler als rekonstruktiv Lernenden wahr- und ernstnimmt und damit die subjektive Auseinandersetzung mit dem Lehrgegenstand zum Ausgangspunkt von fachlichen Bildungsprozessen macht. Fachbezogene Bildungsräume werden so über die Auseinandersetzung mit Lernsituationen, methodisch unterlegten Übungen, Gruppenpräsentationen oder Projektformen bzw. intensivem fachpraktischen Unterricht und Praktikumsreflexionen für die Lernprozesse der Schüler handhabbar gemacht und verbinden sich mit der Erfahrungswelt und Lebenswirklichkeit der Lernenden. Im Ergebnis entsteht so der Raum für entwickelte individuelle Fach- und Methodenkompetenz unter den Auszubildenden.

Der Kern unseres Leitbildes ist in Jahrzehnten kontinuierlicher Lehrtätigkeit gewachsen und umfasst das Verständnis einer grundlegenden Gemeinsamkeit von Er-Lernen und Er-Leben. Dazu bestehen im Rahmen der Ausbildung verschiedene Ebenen individueller Aneignungsmöglichkeiten, die unterrichtliche und außerunterrichtliche soziale Lernprozesse, unterlegt mit christlich-religiösen und religionspädagogischen Dimensionen, zum Ausgangspunkt für ein fachpädagogisches Verständnis nehmen, das jedoch in gleichem Maße durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis entwickelt wird und in eine fachlich fundierte, vom Kind ausgehende pädagogische Haltung der Absolvierenden mündet.